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Misshandlungen an Kindern:

 

Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Wenn die Kinder nicht wären, würde unsere Welt irgendwann zusammenbrechen, weil wir keinen Nachwuchs mehr haben, der für uns weiter arbeiten kann oder der uns versorgen kann,  wenn wir mal alt sind. Irgendwann gäbe es dann auch keine Menschen mehr auf der Erde, so dass diese aussterben würden.  

Wollen wir dieses? Wollen wir das wirklich? 

Dann sollen die Kinder auch bitteschön so behandelt werden,dass sie sich sehr gut entwickeln können und ihr Leben so in die Hand nehmen, dass sie ein glückliches Leben führen können.Ein glückliches Leben beinhaltet keine Gewalt und auch kein Hass. Gewalt und Hass machen unsere Kinder krank und können sie in ihrer Entwicklung sehr schädigen.

Diese Schädigungen legen sich dann als posttraumatische Belastungen auf das Kind und auch auf den späteren Erwachsenen nieder, so dass dieser Mensch, wenn er keine Möglichkeit hat, das Erlebte zu verarbeiten, immer wieder Probleme mit diesen Belastungen hat.  

Ich möchte mit dieser Homepage ein Paar Informationen über das Thema Misshandlungen an Kindern geben und meine eigenen Erlebnisse aus der Kindheit ein wenig dabringen.

Dieses ist für mich ein Weg der Heilung, um zu zeigen, dass ich nicht alleine bin und dass andere Menschen auch Hilfe suchen, um mit ihren traumatischen Erlebnissen ein wenig klar zu kommen.  Ich weiss, dass es sehr lange dauert, bis der traumatisierte Mensch Heilung erfährt, so dass er mit dem Erlebten so leben kann, dass es als Geschichte verstanden wird, was passiert ist und einen nicht mehr belastet, alswenn es heute alles wieder passiert. 

Kinder hinterfragen auch sehr viel und wollen immer alles wissen, was sie sehen und spüren. Wenn ihnen das verwehrt wird, können sie nicht ihren von sich aus geplanten Weg gehen, weil sie in ihrer Entwicklung gestört werden. Sie brauchen aber auch sehr viel Schutz, Zuwendung, Hilfe und Geborgenheit, sowie Zärtlichkeit und Sicherheit. Sie brauchen vorallem Hilfe, mit möglichst vielen Gefahren und Gefährdungen in dieser Welt umzugehen. Sie müssen lernen zu unterscheiden, wann Gefahr im Verzug ist oder wann sie vertrauen können. Das ist eine schwierige Aufgabe, die ihnen von den Eltern vermittelt werden sollte. Wenn Eltern nicht in der Lage sind, dem Kind die Unterschiede zwischen Gut und Böse zu vermitteln, ist das Kind immer in Gefahr, weil es ja nicht unterscheiden kann, was Gut und was Böse ist.  Diese Kinder werden dann sehr häufig auch zu Tätern, weil sie nicht bemerken, was sie gerade tun und führen anderen Menschen Leid zu. Sie geben anderen Menschen die Aufgabe von Mutproben oder führen ihnen Gewalt in Form von Prügel zu oder benutzen die verbale Gewalt. Wenn sie ein Opfer gefunden haben, haben sie dann auch noch Spass an der ganzen Sache und merken nicht, dass sie Leid zu führen.

Kinder können aber auch Opfer von Gewalt werden durch Kindesmisshandlungen oder auch sexuellem Missbrauch, so dass ihr Leben von diesen Erlebnissen sehr geprägt wird und handeln dann auch in ihrem Verhalten alswenn sie immer wieder Opfer werden, bis sie gelernt haben mit dem Erlebten zu leben oder es zu verarbeiten. 

Ich möchte hier nicht dramatisieren aber auch nicht bagatellisieren, weil jeder Mensch, der mitbekommt, dass ein Kind misshandelt wird, handeln muss und dem Kind helfen muss, aus diesen Handlungen und diesem Leid herauszukommen, um gut leben zu können.Wenn Eltern selber misshandeln, sollten sie irgendwann und zwar ziemlich schnell verstehen, dass das, was sie machen, total falsch ist und dass sie dem Kind immer mehr Leid zufügen, wenn das Kind gequält wird. Sie benötigen selber Hilfe, weil sie vielleicht nicht verstehen, dass das, was sie tun falsch ist und dass sie vielleicht auch Dinge erlebt haben, die sie dazu bewegen, so eine Tat zuzulassen.  

Es gibt heute sehr gute Beratungsstellen, die sie aufsuchen können, um Hilfe zu bekommen, da Kinder auch die Eltern als Vorbild sehen. Wenn die Kinder aber von den Eltern nur Gewalt erfahren, sollten die Kinder sehr schnell verstehen , dass das kein Vorbild sein kann, sondern eher das Gegenteil. Wenn die Kinder das nicht verstehen, verfallen sie selber irgendwann in die Täterrolle und führen ihren eigenen Kindern Leid zu, so dass diese auch gestört werden.

Kindesmisshandlung - Die Tat: 

Unter Kindesmisshandlung wird heute allgemein die psychische und physische Schädigung von Kindern oder Jugendlichen durch Eltern, Erziehungsberechtigte oder Verwandte oder andere nahestehende Personen verstanden. Die Kinder kennen die Täter in der Regel sehr gut.

Kindesmisshandlung beginnt gereits in dem Stadium, wo die Kinder Strafen, Klapse auf den Popo, Überforderung im Tunmüssen und Liebesentzug erfahren müssen. Diese Art der Schädigungen können durch Handlungen (körperlicher oder seelische Misshandlung) oder durch Vernachlässigung zustande kommen.

Sie haben immer wieder Langzeitfolgen, die die betroffenen Kinder immer wieder quälen, vielleicht sogar ein Leben lang, aber auf jedenfall über einen langen Zeitraum. Meistens ereignen sich die Kindesmisshandlungen in der Familie, aber auch in Kindergärten oder Schulen, wo die Kinder immer wieder über einen langen Zeitraum gequält werden und leiden müssen. Die Kinder schweigen auch sehr häufig über die Dinge, die ihnen widerfahren, so dass das Leid dann zu einem stillen Leid wird, weil die Kinder keinen Gesprächspartner finden, wo sie über ihre Erlebnisse berichten können. Es entsteht dann eine posttraumatische Belastungsstörung, die das Leid des Kindes noch verstärken kann. 

Physische Misshandlungen sind alle Handlungen, die zur körperlichen Verletzung oder sogar zur Tötung des Opfers führen können.

Vernachlässigung bedeutet, dass Kinder, die für ihre körperliche und seelische Entwicklung notwendige Zuwendung den Schutz und die Fürsorge nicht oder nicht in ausreichendem Maße erhalten. Durch diese Vernachlässigung werden sie geschädigt und tragen auch Langzeitfolgen mit sich herum. Auch eine Vernachlässigung kann für das Kind tödlich sein!!!

Kindesmisshandlung auf der Ebene der Seelischen Gewalt: 

Psychische Misshandlung (seelische Gewalt) ist jede Äußerung oder Verhaltensweisen, die Kinder und Jugendliche ängstigen, sie herabsetzen oder überfordern. Sie geben dem Kind das Gefühl eigener Wertlosigkeit. Es sind sadistische Methoden, wie z. B. das Kind wird stundenlang in eine dunkle Kammer gesperrt, oder das Kind muss sich in eine Ecke setzen, wo es nicht mehr weggehen darf. Genauso gehört dazu die seelische Grausamkeit oder die harmloseren Formen der Ablehnung und psychischen Bestrafung, wie etwa die ständige demütigende Bevorzugung eines Geschwisterkindes oder die Isolierung des Kindes, wie die Bestrafung mit andauerndem Liebesentzug. Psychische Gewalt ist genauso grausam wie Schläge zu bekommen. Meistens empfindet das Kind psychische Gewalt sogar noch schlimmer, da diese nicht so sichtbar ist und auch nicht so wahr genommen wird wie die anderen Formen der Kindesmisshandlung. 

Ein Kind hat dieses nicht auf der Stirn stehen, dass es gedehmütigt wird. 

Körperliche Gewalt und Vernachlässigung bedeuten aber auch immer seelische Gewalt, weil die Seele aktiv mitbekommt, was mit dem Kind passiert. Die Seele kann in dem Moment der Kindesmisshandlung nicht schreien. Die Seele meldet sich erst zu einem späteren Zeitpunkt mit irgendwelchen körperlichen Störungen, die mit der Seele in Verbindung gebracht werden können.

Mädchen und Jungen werden in etwa gleich oft Opfer von Kindesmisshandlung. Die Eltern-Kind-Gewalt als körperliche Gewalt oder als Vernachlässigung  richtet sich meistens gegen Kinder in den ersten Lebensjahren. Säuglinge und Kleinkinder, aber auch unerwünschte, ungeliebte Kinder sowie schwierige Kinder oder auch behinderte Kinder und Kinder, die den Erwartungen der Eltern nicht entsprechen, sind oft Opfer von körperlicher Gewalt oder sind stark gefährdet, misshandelt zu werden.  

Die Kinder werden dann von physischen und psychischen Schäden jeglicher Formen ein Leben lang geprägt, so dass ihr Leben auf diese Misshandlungsmuster abgestimmt ist. Sie müssen lernen, mit diesen Erlebten zu lernen und versuchen ein so gut es geht normales Leben zu führen, was ihnen sehr schwer fällt, da sie schon sehr früh gelernt haben, bestimmte Verhaltensmuster zu verwenden, die sie schützen, um auch zu überleben.  

Diese Kinder sind suchtanfällig oder auch sehr gewaltbereit, so dass sie einen schwierigen Stand in der Gesellschaft haben.  

 

Die Täter:

Es treten Frauen und Männer gleich häufig als Täter auf und sie stammen auch aus allen sozialen Schichten, die es gibt. Die Tat entsteht meistens aus einer Überforderungssituation des Täters heraus. Die Täter benötigen genauso dringend Hilfe von außen, wie die leidenden Kinder. Sie holen sich aber meistens diese Hilfe nicht, weil sie nicht verstehen, dass sie Hilfe brauchen oder annehmem müssen. Es kann Jahre dauern, bis die Täter verstehen, dass sie Hilfe annehmen müssen. Es ist schade, wenn sie aber nicht merken, dass sie etwas falsch gemacht haben oder auch die Hilfe verweigern, wenn sie ihnen angeboten wird.  

 

Wie können Sie Kindesmisshandlung erkennen?

Kindesmisshandlungen ereignen sich meistens in der eigenen Familie, so dass diese Kinder dann auf Hilfe von aussen angewiesen sind. Vor allem sind sie auf Hilfe angewiesen, je jünger diese Kinder überhaupt sind.

Doch wie kann ein Laie oder auch ein Profi erkennen, ob ein Kind misshandelt wird?

Wird ein Kind geschlagen oder auf andere Weise körperlich misshandelt, so deuten fast immer sichtbare Verletzungen, wie Hämatome, Abschürfungen, Brandwunden oder andere Wunden und Knochenbrüche auf eine Gewaltanwendung hin.

Vernachlässigung des Kindes kann erkannt werden, wenn das Kind in den Kindergarten oder in die Schule geht: die Anzeichen von Vernachlässigung sind ungepflegtes, verwahrlostes Äußeres, wie ungepflegte Haare, Kleider oder auch ungepflegte Haut. Meistens kommen die Kinder auch unregelmäßig in die Schule oder in den Kindergarten, weil die Eltern nicht in der Lage sind, ihre Kinder dort hin zu bringen und lassen sie dann einfach zu Hause, wo sie dann auf sich selbst gestellt sind. Oft werden die Kinder auch nicht ausreichend mit Essen versorgt, so dass sie dann um Essen "betteln" gehen müssen, um nicht zu verhungern.

 

Psychische Gewalt hinterläßt dagegen fast nie direkt sichtbare Spuren. Die Seele sagt nicht, dass dem Kind Gewalt angetan wurde. Sie schweigt sehr sehr lange und kann auch sehr sehr lange ertragen, was dem Kind zugeführt wird. Diese Kinder schreien dann nach Hilfe, in dem sie Verhaltensänderungen an den Tag legen, die für die Kinder unspezifisch sind. Verhaltensweisen können z. B. Aggressivität oder auch einfach nur Stillsein sein.

Bei sexuellem Missbrauch legen die Kinder dann auch Verhaltensweisen an den Tag, die sehr viel mit Sexualität zu tun haben, die diese Kinder eigentlich noch gar nicht kennen dürften , wenn sie nicht missbraucht worden sind.

 

Was kann ein Mensch tun, wenn er den Verdacht der Kindesmisshandlung hat?

Wenn ein Mensch den Verdacht hat, dass ein Kind misshandelt wird, sollte er sich zur weiteren Abklärung und für die nötige Intervention an Fachpersonal wenden, die sich mit dem Thema Kindesmisshandlung auskennen und die entsprechende Ausbildung zum Erkennen von Kindesmisshandlung haben.

Diese Institutionen können sein: der Kinderschutzbund, Familien- und Erziehungsberatungsstellen, das  Jugendamt oder die Polizei, die dann alle weiteren Massnahmen in Angriff zu nehmen, um dem Kind zu Helfen und es aus der Familie, wo Gefahr droht herauszunehmen, um es in Sicherheit zu bringen.

Natürlich werden bei den Beratungsstellen und auch beim Jugendamt die Information zu Kindesmissbrauch auch auf Wunsch vertraulich behandelt, so dass dem Kind nicht noch mehr Gefahr droht, als es im Moment des Misshandeln verspüren muss. Das Kind soll das Gefühl der Sicherheit bekommen und nicht noch mehr Angst bekommen. Es hat eh kein Vertrauen in Erwachsene mehr, weil es ja von Vertrauenspersonen immer nur gequält wird und nur noch leiden muss.

Das Jugendamt ist nicht verpflichet Anzeige zu erstatten. Sie können es aber tun. Wenn der Weg zur Polizei gewählt wird, werden auf jeden Fall die entsprechenden Ermittlungen, die nötig sind, aufgenommen und Strafanzeige gegen den vermutlichen Täter gestellt. Auch wenn es die eigene Mutter ist, die das Kind misshandelt.

In akuten Notsituationen helfen  Kinder-, Jugend-, Sorgen- und Nottelefone aber auch die Polizei. Die Polizei ist der erste Ansprechpartner, wenn die Ämter keine Dienstzeiten haben.

Greifen Sie bitte sofort ein, wenn der Verdacht auf Kindesmisshandlung besteht. Dieses dient dem Schutz des Kindes,

 

DAS KIND BRAUCHT IHRE HILFE UND ZWAR SO SCHNELL WIE MÖGLICH!!!!!!!

 

Der Mensch, der Verdacht schöpft, dass ein Kind misshandelt wird, sollte nicht selber ermitteln, sondern Fachleute einschalten. Dieses kann auch anonym geschehen, damit man sich auch selber schützen kann und nicht Gefahr läuft, selber in Gefahr zu geraten. Eine Mitteilung an die Polizei schließt die Mithilfe von unseren Facheinrichtungen nicht aus und gewährleistet offizielle und professionelle Ermittlungen. Damit auch die zum Schutz des Kindes notwendigen Maßmahmen durchgeführt werden können, werden das für die Region zuständige Jugendamt oder auch das Vormundschaftsgericht von der Polizei unterrichtet, damit das Kind so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone herausgebracht werden kann, denn es droht ihm Gefahr.

Die Polizei ist aber keine Einrichtung der Opferhilfe, aber in Notsituationen gibt es auch dort Jugendbeauftragte oder JugendsachbearbeiterInnen, die in gerne helfen möchten.

 

Sexueller Missbrauch:

Der sexuelle Missbrauch an Kindern als Tat ist eine Form der Kindesmisshandlung, die sehr verabscheuend ist.

Mädchen und auch Jungen werden sexuell missbraucht, wenn sie von einem Erwachsenen oder älteren Jugenlichen als Objekt der eigenen Macht sexuell ausgebeutet werden. Dieses kann mit oder ohne Gewaltanwendung geschehen.

Verbale Belästigungen, sexuelle Berührungen, exhibitionistische Handlungen, Masturbation und orale, vaginale oder orale Vergewaltigung sind die häufigsten Formen des sexuellen Missbrauchs, die ein Kind erleiden kann.

Die für mich verabscheuensde Form des Sexuellem Missbrauchs ist die Kinderpornographie, wo Kinder zu Lustobjekten vor der Kamera werden, damit sich Menschen an ihnen aufgeilen können, um sich zu befriedigen.

Sexueller Missbrauch: Klischee und Wirklichkeit?

Sexueller Missbrauch geschieht meistens nicht in der Öffentlichkeit, sondern in der Familie, in der eigenen Verwandtschaft oder im engeren Bekanntenkreis, so dass die Kinder den Täter immer irgendwie kennen müssen. Je enger die Beziehung zwischen Täter und Opfer ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Missbrauchshandlungen auch intensiver und über einen sehr langen Zeitraum ausgeführt werden. Sie werden auch meistens mit psychischer Gewalt durchgeführt, in dem die Kinder unter Druck gesetzt werden, damit die Handlungen solange wie möglich geheim gehalten werden können, und der Täter immer wieder so oft er es für nötig hält, seine Macht an einem wehrlosen Kind ausüben kann.. Kinder werden dann meistens auch noch von den Tätern vor fremden Menschen gewarnt, die ihnen etwas schlechtes wollen.

Aber fremde Täter begehen sehr häufig dann Extremtaten, bei denen Kinder entführt werden. Während der Entführung werden sie dann misshandelt, missbraucht und sehr häufig auch noch getötet, weil der Täter Angst bekommt, erkannt zu werden. Mit der Tötungstat versucht er dann die Tat als ungeschehen zu machen und läßt diese Kinder dann auch häufig an einem meist geheimen Ort verschwinden.

Leider haben Kinder auch nicht den hunderprozentigen Schutz vor solchen Gewaltverbrechern, aber es sollte auch keine Panik oder Angst verbreitet werden, weil das nicht sehr hilfreich ist. Die Kinder sollten in ihrem Selbstvertrauen gestärkt werden, damit sie mutig und stark, aber auch neugierig werden, so dass sie vor sexuellem Missbrauch geschützt werden können. Solange die Kinder wissen, dass es so etwas gibt, gehen sie anders durch die Welt, und sie lernen, auch wenn sie neugierig sind, Gefahren einzuschätzen und diese auch zu bewältigen.

Für jedes Elternpaar ist ein sexuelle Gewalttat durch einen fremden Täter ein Albtraum. Aber wenn die Kinder im Rahmen eines Abhängigkeitsverhältnis stecken, sind die sexuellen Ausbeutungen gerade in der Familie und Lebensgemeinschaften viel schwerwiegender, weil sie im geheimen Raum stattfinden.

Ein wichtiger Punkt bezüglich sexuellem Missbrauch ist, dass dieses Thema sehr viel mit Macht, Unterwerfung und psychischer Gewalt zu tun hat. Es hat weniger mit Sexualität zu tun. Im Gegenteil. Die Kinder können zwar Lust empfinden, aber sie leiden auch sehr stark an der Macht des Täters, so dass sie zu Opfern werden.

Nicht selten sind schon sehr kleine Mädchen und Jungen von sexuellem Missbrauch betroffen, denn auch Säuglinge und Kleinkinder werden sexuell ausgebeutet.

Die meisten Opfer sind jedoch zwischen sechs und dreizehn Jahre alt, wenn der Missbrauch beginnt. Der häufigste Missbrauchsbeginn ist im Alter zwischen sechs und zehn Jahren.

Kindern fällt es sehr schwer über das Erlebte überhaupt zu sprechen. Deshalb gilt immer der Rat: Wenn Kinder spontan von sexuellen Übergriffen berichten, haben sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit einen sexuellen Missbrauch erlebt!!!!!!!! Kinder denken sich so etwas nicht aus, sondern reden sehr oft aus dem Bauch heraus, so dass sie nichts erfinden.

Viele Opfer verdrängen die Missbrauchserfahrungen sehr oft und sind häufig erst viele Jahre später in der Lage, den Missbrauch aufzudecken. Aber jedes Kind hat zum Glück ein Gespür dafür, dass etwas in der Umgebung nicht stimmt. Das Kind hat Angst und schämt sich. Das Kind sucht dann die Schuld bei sich, obwohl es nicht schuldig ist. Meistens werden die Opfer dann auch von den Tätern unter Druck gesetzt. Der Täter versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass das Kind sich jemandem anvertraut. Das Kind wird gezwungen, dieses schreckliche "Geheimnis" zu bewahren, was das betroffene Kind in höchstem Maße belastet.

Auch wenn Kinder selten über die Missbrauchsproblematik reden können, was ihnen angetan wird, sendet das Kind meistens in solchen Situationen intuitiv Signale aus und reagiert mit Verhaltensänderungen, die es vorher nicht gehabt hat.

Man sollte aber bei solchen Verhaltensauffälligkeiten nicht vorschnell auf sexuelle Gewalt schließen, aber je mehr Symptome ein Kind aufweist, desto wahrscheinlicher wird es sein, dass ein Kind sexuell missbraucht wird oder wurde.

Verhaltensweisen können sein, dass das Kind mit Schlafstörungen, Bettnässen, Bauchschmerzen, Sprachstörungen, Rückfall in Kleinkindverhalten, gestörtes Essverhalten, auffallende Angstzustände, Schulschwierigkeiten, Festklammern, erhöhtes Sicherheitsrisiko, Rückzug in Phantasiewelten bis hin zum Lügen, Kontaklosigkeit, keine Freundschaften und Angst vor Erwachsenen reagiert. Es müssen aber um gotteswillen nicht alle Verhaltensweisen aufeinmal vorkommen.

Bei älteren Kindern, die zu Opfern werden, kann es auch zu Alkohol- und Drogenmissbrauch oder auch zu wiederholten Straftaten kommen. Ein relativ sicheres physisches Anzeichen für einen sexuellen Missbrauch sind Unterleibsverletzungen, Blutergüsse und Bisswunden im Genitalbereich und Geschlechtskrankheiten, die sich das Opfer vom Täter zugezogen hat.

 

Tipps zu sexuellem Missbrauch:

Kinder müssen Respekt erfahren und eigenes Selbstvertrauen entwickeln können, um Gefahren auch aus dem Weg gehen zu können oder Gefahren zu erkennen. Täter, ob sie nun aus der Familie kommen oder Fremdtäter sind, sprechen immer nur Kinder an, die unsicher und unselbständig wirken.

Dem Kind muss bewusst gemacht werden, dass es eine eigene Persönlichkeit ist mit allen Rechten, die es hat. Diese Rechte darf weder ein Fremder noch ein Bekannter verletzen, weil das Kind dann auch verletzt wird.

Selbstbewusstsein ist der wirksamste Schutz vor sexuellem Missbrauch.

Kinder müssen lernen, dass sie auch vor Erwachsenen NEIN sagen dürfen und auch müssen, damit sie sich schützen können. Kinder brauchen auch nicht mit Fremden reden oder ihnen irgendwelche Auskünfte geben.

Ein Kind sollte auch nicht geängstigt werden, aber ihm sollte immer wieder gesagt werden, dass es ohne die Genehmigung der Eltern oder Erziehungsberechtigten mit Fremden mitgehen darf oder in ein Auto steigen darf. Aber dem Kind soll auch immer wieder gesagt werden, dass es berichten soll, wenn es zum Mitgehen oder Mitfahren aufgefordert worden ist. Es sollte auf jeden Fall berichten, wenn es mit einem Menschen mitgegangen ist, damit die Gefahr eingeschätzt werden kann.

Falls das Kind mal in eine solche Situation kommen sollte, solle es auch wissen, wie es handeln kann. Die Eltern sollten sich mit dem Kind auf dem Schulweg und in der näheren Umgebung des Elternhauses "Rettungsinseln" anschauen, wo das Kind hingehen kann, wenn es in Gefahr ist.

Solche Rettungsinseln können zum Beispiel ein Geschäft sein, in dem es die Kassiererin ansprechen kann oder eine Straße, wo sehr viele Menschen sind. Es kann aber auch ein Haus sein, wo das Kind klingeln kann, damit es aus der Gefahrenzone herausbrechen kann.

Mit dem Kind sollte auch immer geübt werden, wie es sich in bedrohlichen Lagen verhalten soll, damit es im Notfall dann auch richtig reagieren kann.

Wenn ein Kind in einer Gefahrenzone ist, sollte es andere Menschen ansprechen und um Hilfe bitten oder laut um Hilfe schreien. Wenn ein Täter versucht ein Kind anzufassen, sollte das Kind sich nicht verstecken, sondern versuchen, wegzurennen und zwar dorthin, wo es hell ist und wo auch noch andere Menschen sind, die dem Kind helfen können.

Ein wichtiger Aspekt ist, dass die Eltern sich immer wieder und zwar täglich die Zeit nehmen, um mit dem Kind über seine Erlenisse und Sorgen zu sprechen, damit es sich geborgen fühlen kann. Dem Kind soll vermittelt werden, dass es den Eltern alle Erlebnisse erzählen kann, auch wenn sie noch so "komisch" oder gar beängstigend vorgekommen sind.

 

Der Täter des Missbrauchs:

Die Täter von sexuellem Missbrauch oder auch der sexuellen Gewalt in den Familien oder Verwandtenbereich sind ganz überwiegend Männer. Meistens kennt das Kind den Täter auch sehr gut. Es kann ein Freund der Familie sein, der Kollege des Vaters, aber auch Lehrer oder Erzieher sein.

Wenn der Täter aus der Familie kommt, kann es der Vater, der Stiefvater oder auch der Partner der Mutter, der Großvater, der Onkel oder auch der ältere Bruder sein, der den sexuellen Missbrauch durchführt.

Mit zumeist psychischer Gewalt nutzen diese Täter die Liebe, die Abhängigkeit und das Vertrauen des Kindes aus, um ihre sexuellen Bedürfnisse zu stillen. Aber sie nutzen diese Kinder auch für ihr Verlangen nach Unterwerfung und Macht aus.

In den wenigsten Fällen ist auch eine solche Tat nur einmalig, sondern dauert sehr sehr lange über eine Zeit von mehreren Jahren an, so dass das Kind einen langen Leidensweg auf sich nehmen muss. Meistens plant der Täter ganz bewusst Gelegenheiten, um sich dem Kind zu nähern. Er erfindet dann regelmäßig Ausreden für das, was er tun möchte.

Doch es ist sehr wichtig zu verstehen:

 

DER TÄTER IST VOLL VERANTWORTLICH FÜR SEIN VERHALTEN

UND NICHT DAS OPFER!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Kinder können das Leid des sexuellen Missbrauchs gar nicht oder nicht voll verstehen oder abschätzen, daher können sie ihm auch nicht verantwortlich zustimmen, so dass sie gar keine Verantwortung übernehmen können.

 

KINDER HABEN DESHALB NIEMALS NIEMALS DIE SCHULD AN EINEM SEXUELLEM ÜBERGRIFF!!!!!!!!!!!!!!

 

Die Missbrauchsfamilie:

Die "Missbrauchsfamilie" ist sehr stark von einem Geheimhaltungs-Syndrom geprägt. Das missbrauchte Kind lebt meistens in einer sich selbst isolierenden Familie, die sich jeglicher Aussenkontrolle entzieht, damit alles Geheime bewahrt werden kann.

Diese Geheimhaltung erschwert die Hilfe für die Opfer sehr erheblich. Da dem sexuell ausgebeuteten Kind die Last des NEIN-Sagens, die Verantwortung für den Stop des Missbrauchs nicht aufgebürdet werden dürfen, müssen Interventionen und Hilfe von außen kommen. Solange die Männer sicher sein können, dass das Kind und die Menschen in seiner Tatumgebung die Tat verschweigen, brauchen sie keine Strafen befürchten. Sie können walten und schalten, wie sie wollen. Dieses stellt das Problem für die Kinder dar. Sie werden gezwungen zu schweigen, so dass sie so unter Druck gesetzt werden, das sie schweigen müssen.

Diese Kinder schweigen dann über einen sehr sehr langen Zeitraum, der sogar mehrere Jahre gehen kann und die Kinder von dem Schweigen auch aufgefressen werden können und mit körperlichen Symptomen so heftig reagieren, das ihr Leid noch größer wird.

Alle Erwachsenen in unserer Gesellschaft haben die Verpflichtung zum Hinsehen und auch zum Einschreiten, um die Gewalt gegen Kinder und iher sexuellen Ausbeutung wirkungsvoll zu begegen, egal ob es Verwandte, Bekannte oder auch Fremde sind.

 

Tipps zu Beratungsstellen:

Beratungsstellen sollen helfen, abzuklären, welche Hilfe für das Kind am besten ist. Es ist wichtig, dass die weiteren Belastungen für das Kind so gering wie möglich gehalten werden. Es kann dort entschieden werden, welche therapeutische Hilfe gewährt werden kann oder welche Möglichkeiten des Schutzes des Kindes gegeben werden müssen.

Es sollte auch nicht übersehen werden, dass die Einschaltung der Polizei ein wirksamer Weg ist, um den sexuellen Missbrauch zu beenden. Die Anzeige bei der Polizei ist ein absolut legales Mittel der Gegenwehr des Opfers und kann auch dem Opfer helfen, mit dem Geschehenen klar zu kommen und diesen Weg als Heilmittel zu verwenden.

Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz vor sexuellem Missbrauch, aber es gibt die Möglichkeit das Kind so zu stärken, dass es leicht sexuelle Übergriffe als solche erkennen kann und vielleicht selber handeln kann, um sich Hilfe zu holen.

 

Beratungsstellen, die man aufsuchen kann.

- Kinderschutzbund

-Zartbitter

-Jugendamt

-Polizei (im Notfall und in der Nacht)

(Diese Liste ist sicherlich im Moment noch nicht vollständig, wird aber mit der Zeit noch vervollständigt!!)

 

Weitere Tips zu sexuellem Missbrauch:

 

Helfen Sie Ihrem Kind, wo immer sie können.

Sagen Sie ihm immer wieder : "Dein Körper gehört Dir!!!"

"Wenn Berührungen für Dich blöd oder komisch sind, dann darfst Du "NEIN" sagen, denn niemand hat das Recht, Dich gegen Deinen Willen zu "berühren""!!

"Trau Deinem Gefühl! Wenn jemand Dir schlechte Gefühle macht, dann darfst Du Dich wehren!!!"

"Es gibt gute und schlechte Geheimnisse! Schlechte Geheimnisse werden Dir aufgezwungen und sind eigentlich gar keine Geheimnisse, Du darfst sie weitersagen. Das ist kein Petzen."

Über die angedrohten Folgen musst Du nichts befürchten

 

DU darfst "NEIN" sagen!!

 

Auch Erwachsene machen manchmal Blödsinn und verlangen von Kindern etwas, das Kindern Angst macht, ihnen weh tut oder ganz komische Gefühle macht.

 

Dann dürfen Kinder "NEIN" sagen.

 

Manchmal ist es für das Kind zu schwer, sich selber zu wehren, so dass Mädchen und Jungen sich dann auch Hilfe holen können und auch müssen.

Manchmal willst Du Deiner Mutter oder Deinem Vater nicht alles sagen, deshalb ist es wichtig, dass Du Dir überlegst, welche anderen Kinder oder auch Erwachsenen zu Dir halten werden, wenn Du Hilfe brauchst.

Bitte wende Dich an die Vertrauenspersonen und erzähle ihnen von Deinem Erlebten.

Du musst keine Angst haben, dass Dir etwas passiert!!!!!!!!!!

 

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